Was kostet eine Antarktis-Reise? Preisspannen und Spartipps
Ihr Budget für das ewige Eis
Warum die Antarktis ihren Preis hat
Wer in die Antarktis reist, bewegt sich in einer der abgelegensten Regionen der Erde. Expeditionsschiffe sind bewusst klein – meist mit weniger als 200 Gästen –, denn gemäss den IAATO-Regeln dürfen an einem Landeplatz höchstens 100 Personen gleichzeitig an Land gehen. Dazu kommen ein erfahrenes Expeditionsteam, Zodiacs für die Anlandungen, aufwendige Logistik am Ende der Welt und eine kurze Saison von November bis März. All das verteilt sich auf wenige Kabinen – und erklärt, weshalb eine Expeditionsreise in die Antarktis mehr kostet als eine gewöhnliche Kreuzfahrt.
Preisspannen im Überblick
Die folgenden Richtwerte gelten pro Person und dienen der ersten Orientierung. Entscheidend sind immer Saison, Schiff und Kabinenkategorie:
| Reiseart | Dauer ca. | Richtpreis p.P. | Das erwartet Sie |
|---|---|---|---|
| Fly-and-Cruise über King George Island | 6–8 Tage | auf Anfrage | Ohne Drake-Passage direkt ins Expeditionsgebiet, kompaktes Programm mit Zodiac-Anlandungen |
| Klassische Expeditionskreuzfahrt zur Antarktischen Halbinsel | 10–12 Tage | ab ca. CHF 7'000, meist CHF 9'000–15'000 | Ab Ushuaia durch die Drake-Passage, tägliche Anlandungen, Pinguine, Wale, Eisberge |
| Grosse Route mit Südgeorgien und Falklandinseln | 18–23 Tage | ab ca. CHF 18'000, lange Sonderrouten über CHF 25'000 | Königspinguin-Kolonien, Subantarktis und Halbinsel in einer einzigen Reise |
| Luxusschiff oder Suite | 10–20 Tage | ab ca. CHF 20'000, nach oben offen | Grosszügige Suiten, gehobene Küche, persönlicher Service im Eis |
Was den Preis treibt
Vier Faktoren bestimmen den Preis massgeblich. Erstens die Schiffsgrösse: Je kleiner das Schiff, desto mehr Anlandungen pro Gast – und desto höher der Preis pro Kabine. Zweitens die Kabinenkategorie: Zwischen Innenkabine und Suite mit Balkon liegen schnell mehrere Tausend Franken. Drittens die Saison: In der Hochsaison von Dezember bis Januar, wenn bis zu 20 Stunden Tageslicht herrschen und die Pinguin-Küken schlüpfen, sind die Preise am höchsten. Viertens die Route: Wer Südgeorgien und die Falklandinseln einschliesst, ist deutlich länger unterwegs und zahlt entsprechend mehr.
Spartipps ohne Reue
Sparen lässt sich, ohne auf das Wesentliche zu verzichten. In der Nebensaison sinken die Preise spürbar: Im November erleben Sie unberührten Schnee und balzende Pinguine bei wenigen Schiffen, im Februar und März die beste Walbeobachtung – mehr dazu auf unserer Seite zur besten Reisezeit. Frühbucher sichern sich zudem die attraktivsten Kabinen, denn die gefragtesten Kategorien sind oft lange im Voraus ausgebucht. Und wer die rund zwei Tage Drake-Passage je Richtung überspringen möchte, findet im Fly-and-Cruise über King George Island eine kompaktere Alternative mit tieferem Einstiegspreis zur klassischen Abfahrt ab Ushuaia.
Für wen sich welche Variante lohnt
Wenig Zeit oder Respekt vor der Drake-Passage? Dann ist Fly-and-Cruise Ihre Variante. Für die meisten Erstbesucher ist die klassische Expeditionskreuzfahrt zur Antarktischen Halbinsel die beste Wahl: das volle Erlebnis inklusive Seereise, zu einem fassbaren Preis. Tier- und Naturliebhaber mit Zeit und Budget wählen die grosse Route über Südgeorgien – der Anblick der riesigen Königspinguin-Kolonien relativiert jeden Aufpreis. Und wer Wert auf Komfort legt, findet auf Luxusschiffen Suiten und Service auf höchstem Niveau. Was immer Sie planen: Unsere Polar-Spezialisten kennen die Schiffe persönlich und beraten Sie gerne – praktische Hinweise finden Sie zudem in unseren Reiseinformationen.
In der Regel sind Vollpension an Bord, alle Zodiac-Anlandungen, Vorträge des Expeditionsteams sowie häufig die Leihe von Expeditionsparka und Gummistiefeln inbegriffen. Nicht enthalten sind meist die internationale Anreise nach Südamerika, Versicherungen, Trinkgelder und persönliche Ausgaben. Prüfen Sie die Leistungen im Detail – hier unterscheiden sich die Anbieter deutlich.
Zu Saisonbeginn im November und gegen Saisonende im Februar und März sind die Preise in der Regel tiefer als in der Hochsaison von Dezember bis Januar. Verzichten müssen Sie deswegen nicht: Der November lockt mit unberührtem Schnee und balzenden Pinguinen, der Spätsommer mit der besten Walbeobachtung.
Der Einstiegspreis liegt oft tiefer, weil die Reise kürzer ist – die genauen Preise nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage. Pro Tag gerechnet ist Fly-and-Cruise nicht zwingend günstiger, dafür sparen Sie rund vier Seetage in der Drake-Passage. Für Reisende mit wenig Zeit ist das oft die attraktivste Rechnung.
Idealerweise zwölf bis achtzehn Monate im Voraus. Die kleinen Expeditionsschiffe haben nur wenige Kabinen, und die günstigsten Kategorien sowie beliebte Abfahrten über die Festtage sind früh ausgebucht. Frühbucher profitieren zudem häufig von attraktiven Konditionen.
