Sommerreise Färöer

Sommerreise Färöer

Gruppenreise

01.Juli 2015 - 07.Juli 2015

Anreise nach Vágar & die Vogelinsel Mykines

Die Reisegruppe traf sich vormittags am Flughafen Zürich, wobei die meisten Teilnehmer sich schon von früheren Reisen mit Heidi Glur und Hanspeter Roth kannten. Die Flugreise führte uns via Kopenhagen, wo wir unser Gepäck entgegennahmen, die Zollkontrolle passierten und anschliessend am Air Atlantic-Schalter erneut aufgaben. Gegen Abend hin erreichten wir den Flughafen von Vágar. Über einen kleinen Fussweg erreichten wir unsere Unterkunft.

 

Nach dem Frühstück ging es mit einer kurzen Busfahrt an den Hafen Sørvagur, wo die Fähre nach Mykines ablegte. Nach etwa 40 Minuten Fahrt erreichten wir die Anlegestelle der Vogelinsel. Dort nahm uns ein fachkundiger Ortsbegleiter in Empfang und führte uns zum einzigen Gasthof der Insel, wo wir alle mit einem Lunchpaket ausgestattet wurden. Bei konstantem, dichtem Nebel wanderten wir über die Insel, auf der Suche nach den Papageientauchern. Bereits nach einem kurzen Aufstieg, sahen wir sie zu Hunderten. Sie kreisten über unseren Köpfen und flogen schnurstracks in ihre Nesthöhlen im feuchten Boden. Um die Mittagszeit erklommen wir einen weiteren Hügel, legten eine Rast ein und verköstigten uns aus dem Lunchpaket. Da die Sicht nicht besser wurde, im Gegenteil, sie wurde immer schlechter, so dass wir kaum 5 Meter weit sehen konnte, beschlossen wir nicht mehr weiter zu gehen, sondern machten uns auf den Rückweg. Da die Löcher der Nesthöhlen der Papageientaucher, das feuchte, rutschige Gras und die schlechte Sicht uns den Weg erschwerten, waren wir alle ganz froh, als wir wohlauf und «nur» mit Papageientaucher-Kot besprenkelt wieder die kleine Ortschaft erreichten.

 

Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen kundeten wir auf eigene Faust die kleine Ortschaft aus und verbrachten die restliche Zeit im Gasthaus, bevor das Schiff uns wieder für die Rückfahrt abholte.

Drei-Insel-Tag

Heute nach dem Frühstück im Hotel Vágar brachte uns der Bus nach Gásadalur, wo wir den atemberaubend idyllischen Wasserfall besichtigten. Das Dorf Gásadalur wurde erst 2004 mit einem Tunnel erschlossen, vorher war es nur per Boot oder mit einem Fussmarsch über den 700 Meter hohen Berg erreichbar.

 

Weiter ging unsere Fahrt in den Süden der Insel Vágar, wo wir unsere Wanderung dem Leitisvatn-See entlang begannen. Ziel war es das Ende des Sees zu erreichen um den Wasserfall, welcher sich über eine Höhe von 30 Metern in das Meer ergiesst, zu sehen. Bei sonnigem Wetter zogen wir los, als wir jedoch dem Wasserfall näherten, zogen dicke Wolken auf. Als wir den Wasserfall erreichten, konnten wir ihn leider nur hören – nicht jedoch sehen… Trotz einer halben Stunde Wartezeit, blieb der dichte Nebel bestehen. Aus zeitlichen Gründen kehrten wir um und gingen den ganzen Weg wieder zurück. Kurz vor Erreichen unseres Reisebusses taten sich die Wolken auf und der See präsentierte sich von seiner schönsten Seite…

Nachdem wir im Hotel Vágar verpflegt worden waren, fuhren wir in östlicher Richtung auf die Insel Streymoy zum Sandfjord. Dort stiegen wir aus und unternahmen einen wunderschönen Spaziergang in dem bei Flut mit Wasser gefüllten Fjord. Um eben dieser zu entkommen , war es wichtig, dass wir uns rechtzeitig auf den Rückweg machten. In unserem bequemen Bus fuhren wir auf die Insel Eysturoy, vorbei am Slættaratindur, mit 882 Metern Höhe, die höchste Erhebung der Färöer, weiter ins malerische Dörfchen von Gjógv.

Im Gästehaus Gjáargardur bezogen wir unsere hübschen Zimmer und wurden mit einem herrlichen, hauptsächlich aus regionalen Zutaten gekochten Abendessen verwöhnt.

Wasserfall bei Gásadalur
Sandfjord bei Ebbe
Gjógv
Gjógv

Die Färöer und ihre Bewohner

Heute trafen wir Jens, der auf den Färöern geboren und aufgewachsen ist und auch dort studiert hat. Im bezaubernden Naturhafen Gjógvs gab er uns eine Sicherheitseinweisung, verteilte uns die Schwimmwesten und wir bestiegen die RIB-Boote. In zügiger Fahrt ging’s aufs Meer hinaus, hinüber zur nächsten Insel. Auf deren Rückseite schauten wir hoch, zur zweieinhalb Meter hohen Statue der Seehund-Frau, welche auf Grund einer färöischen Volksgeschichte bei Mikladagur oben auf dem Felsen thront. Wieder in Richtung Gjógv fuhren wir mit den Booten durch eine Grotte. Nach dem sich unsere Augen erst mal an die Dunkelheit gewöhnt hatten, entdeckten wir die Seehunde, dich sich auf den Felsen ausruhten und im Meer badeten. In flotter Fahrt ging die Fahrt nach Elduvík.

 

Nach einem kleinen Rundgang durch das Dörfchen Elduvík statteten wir der schnuckeligen Kirche einen Besuch ab, in welcher einige unserer Reiseteilnehmer ganz spontan ein Kirchenlied anstimmten. In Fridusa’s Heimacafé servierte uns die Gastgeberin in ihren eigenen vier Wänden ein leckeres, landestypisches Mittagessen.

 

Am Nachmittag fuhren wir nach Fuglafjørdur, einer Ortschaft mit ca. 1‘500 Einwohnern. Genau an diesem Tag fand zufälligerweise die Färöer Insel Regatta statt, bei welcher Teilnehmer aus den verschiedenen Ortschaften mit traditionellen Holzbooten um die Wette eiferten. Daher erwarben wir ganz spontan Eintrittskarten und verfolgenden den spannenden Event mit.

 

Nach dem Abendessen im Gästehaus Gjáargardur, hielt Jens einen Vortrag über die Walfangerei auf den Färöern. Eine äussert gute Diskussion entstand als er mit Hans Peter Roth, dem aktiven Walschützer, debattierte.

Kirche bei Elduvík
Elduvík
Fuglafjørdur

Concerto Grotto

Nach einem kurzen und sehr eindrücklichen Zwischenstopp bei der ehemaligen Walfangstation Hvalvík, fuhren wir in die Hauptstadt der Färöer, nach Tórshavn. Nach dem Zimmerbezug im tollen Hotel Føroyar, welches etwas erhöht über dem Stadtzentrum liegt, folgte ein kulinarischer Höhenflug im Restaurant Áarstova.

Nach einem Spaziergang durch das kleine, trutzige Stadtzentrum, war geplant, dass wir am Hafen den 2-mastigen Schoner «Norðlýsið» besteigen würden. Da die See jedoch sehr rau war und eine Umschiffung der Insel Streymoy für die Passagiere eine Zumutung war, entschied der Kapitän, mit dem leeren Schiff zum Hafen von Kirkjubøur zu fahren und dort die Einschiffung zu starten. Also wurde wir Alle mit einem Bus nach Kirkjubøur gefahren und durften dann dort den Schoner besteigen. Einen kurzen Halt um einen kleinen Rundgang im Hafen bzw. Dörfchen von Hestur zu unternehmen. Weiter ging die Fahrt bei starkem Wellengang, zur Höhle in welcher das Grottenkonzert stattfand. Da der Schoner zu hoch war um durch den Höhleneingang zu gelangen, wurden wir angewiesen auf Ruderboote umzusteigen. Eine ganz schöne Herausforderung bei 2 Meter hohen Wellen vom Einen aufs andere Boot zu gelangen… Nachdem alle Boote sich in der Höhle / Konzerthalle eingefunden hatten, begann das klassische Konzert in dieser überaus speziellen Atmosphäre.

Auf der Rückfahrt hatte sich die See mittlerweile wieder etwas beruhigt, so, dass wir ohne gröberen Wellengang zum Ausgangshafen gelangten. Nach der Rückkehr ins Hotel genossen wir ein wohlschmeckendes Abendessen im Hotelrestaurant.

Concerto Grotto
ehemaligen Walfangstation Hvalvík

Tórshavn & Rückreise

Nach dem reichhaltigen Frühstück wurden wir von einer einheimischen Reiseführerin beim Hotel abgeholt und spazierten hinunter in Stadtzentrum. Unterwegs erzählte sie uns Geschichten über diverse Gebäude und das Leben auf den Inseln. Im Stadtzentrum bummelten wir durch die verwinkelten Gassen und lauschten den Erzählungen der Reiseführerin.

Danach stand uns die Zeit bis zum Mittagessen zur freien Verfügung. Wir nutzten diese um die hübschen Boutiquen und Souvenirläden zu besuchen und uns mit diversen Einkäufen einzudecken.

 

Frisch gestärkt fuhren wir zum Ponyhof von Anna-Louisa in Kirkjubøur. Sie setzt sich für die Erhaltung der Färinger Ponys ein und konnte den Bestand der bedrohten Art gar erhöhen.

 

Zeitig fanden wir uns wieder im Hotel ein, denn der grosse Abschlussabend stand an. Frisch rausgeputzt trafen wir uns zum ultimativen Abendessen im Restaurant «Koks». Uns wurden 17 Gänge köstlichster, selbst gefangenen/gepflückten/gesammelten/gejagten Delikatessen serviert, selbstverständlich mit dem passenden Wein oder Fruchtsaft dazu. Als Krönung zeigte unser Buschauffeur, welche uns die ganze Woche begleitet hatte und sich als exzellenter Allrounder herausstellte, draussen auf dem Grashügel des Hoteldaches, bei Einfall der Dunkelheit eine beeindruckende Darbietung indem er mit brennenden Fackeln jonglierte und Feuer spuckte. Ein toller Abschluss einer grandiosen Reise auf dieser wunderschönen Inselgruppe!

 

Tag 7 – Rückreise

Eine kurze Busfahrt zum Flughafen, dann hiess es Abschied nehmen von den Färöern.

Via Kopenhagen flogen wir zurück nach Zürich.