Myanmar

Myanmar

Privatreise

13.Mai 2018 - 29.Mai 2018

Yangon

Yangon kann man problemlos selber entdecken. Das Stadtzentrum ist einfach angelegt und man findet sich gut zurecht. Zudem ist die Bevölkerung sehr hilfsbereit und ausserordentlich freundlich. So fühlt man sich jederzeit sehr sicher. Es empfiehlt sich ein Hotel an zentraler Lage zu nehmen, wo man sofort zu Fuss aufbrechen kann. Überall gibt es Strassenmärkte in engen Gassen, einen quirligen Hafen am Yangon River, viele koloniale Gebäude, Tempel, Kirchen, Moscheen und natürlich vor allem Pagoden. Die bekanntesten sind die berühmte Shwedagon Pagode und die Sule Pagode in der Innenstadt. Für die Shwedagon Pagode sollte man sich genügend Zeit nehmen und vielleicht 2 x zu verschiedenen Zeiten besuchen. Pilger aus allen umliegenden buddhistischen Ländern treffen sich hier zum friedlichen Gebet. Sehr empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Curcular Train in 3 Stunden rund um die Stadt. Ausgangspunkt ist der Hauptbahnhof und die Fahrt kostet keinen Franken. Der Zug tuckert durch die Aussenbezirke und man kann jederzeit aus- und wieder einsteigen. Wird es über die Mittagszeit zu heiss, verbringt man am besten ein paar Stunden am Hotelpool.

Ausflug zum Golden Rock

Raus geht es aus der Stadt und über Land, entlang von trockenen Reisfeldern (kurz vor dem Monsun) und Palmenhainen Richtung Bago. Doch vorher führt mich der Reiseleiter in ein landestypisches Teehaus. Kaum Platz genommen, stehen etwa 10 Kellner um einen herum und wollen ihre voll gefüllten Teller anpreisen. Dabei hatte ich doch gerade erst ein "full english breakfast". Ich belasse es dann bei ein paar Häppchen und 2 Tassen Grüntee. Weiter geht's nach Bago, wo wir eine Klosteranlage besuchen. Wie bei allen religiösen Anlagen heisst das wiederum: Schuhe aus! Nicht immer sieht der Boden sehr hygienisch aus und es empfiehlt sich die Mitnahme von genügend Feuchttüchern. Inzwischen ist es Mittag und etwa 200 - 300 Mönche stellen sich in einer Reihe auf und warten auf das Mittagessen.

Weiter geht es nach Kinpun. Hier heisst es umsteigen. Auf höchst abenteuerliche Weise geht es im offenen Lastwagen die ungemein steile Strasse den Berg hinauf. Der goldene Felsen von Kyaiktiyo ist schon von weitem zu sehen. Das schöne dabei: nur Pilger und kein einziger westlicher Tourist ist an einer der wichtigsten buddhistischen Orte Myanmars zu sehen. Es gilt dann für den Sonnenuntergang bereit zu sein, denn wenn sich die Sonne hinter dem Horizont verzieht, und die Lichter angehen, macht der Golden Rock seinem Namen alle Ehre. Ein wahrlich magischer Ort, den ich dann auch am nächsten Morgen und Abend nochmals geniessen kann. Denn bei Monsunbeginn muss auch mit starken Regenfällen gerechnet werden. Am 2. Tag erkundigen wir das Dorf und die Umgebung und auf der Rückreise besichtigen wir in Bago noch die grösste Pagode des Landes. Ein phantastischer Ausflug geht am Flughafen in Yangon zu Ende.

Bagan, die Stadt der 3000 Pagoden

Das Highlight jeder Myanmar Reise. Vor allem in den Morgen und Abendstunden im magischen Licht. Da das Gelände so riesengross ist, habe ich bereits von der Schweiz aus einen lokalen Fotografen organisiert, der mich zu vielen Orten führte, die mir sonst unbekannt geblieben wären. Teilweise waren die Pagoden verschlossen und wir mussten uns zuerst einen Schlüssel besorgen. Die sogenannten Touristenhighlights und Aussichtspunkte haben wir dabei tunlichst vermieden.1 Tag verbrachte ich mit ihm, von morgens um 04.00h bis abends um 20.00. Für das beste Licht heisst es früh aufstehen! Und am 2. Tag mietete ich mir ein Tuk Tuk.

Yangon zum Zweiten

Zurück in Yangon treffe ich unsere Studienreisegruppe von Tourasia. 40 Reisebüroagenten erkunden während einer Woche Yangon, Bagan und Mandalay. Wir wohnen wiederum im Tophotel Sule Shangri-La, besichtigen diverse Hotels wie das Belmond Governor's Residence und das brandneue City Hotel Excelsior. Auf einer Rallye quer durch die Stadt kamen wir in engen Kontakt zur Bevölkerung, indem wir auf Märkten und in Geschäften kleinere Dinge kaufen mussten und benutzten den öffentlichen Verkehr. Echt exotische Dinge gibt es hier zu kaufen. Auch einen Teil der Zugfahrt wiederholten wir. Wir besichtigten den Rohbau eines neuen Hotels, eine riesige alte Kolonialresidenz und auch dem Tourasia Agenten Diethelm Travel statteten wir einen Besuch ab. Wir konnten uns darüber überzeugen, dass unsere Anfragen aus der Schweiz hier in besten Händen sind.

Bagan zum Zweiten

Gerade am Flughafen stiegen wir aufs Mountainbike und steuerten einen lokalen Markt an. Über staubige Strassen und zwischen unzähligen Pagoden hindurch ging es weiter und bei 37 Grad Hitze war die ganze Tour kein Zuckerschlecken. Am Abend ging es dann auf eine kleine Sundowner Cruise auf dem Irawady Fluss. Am 2. Tag starteten wir etwas später Richtung Popa Mountain, ein inaktiver Vulkanschlot auf dem ein Tempel steht. 787 Stufen führen steil hinauf. Barfuss natürlich!!!. Anschliessend besichtigten wir noch das wunderschöne Popa Garden Resort. Ein perfekter Ort um eine anstrengende Reise um 2-3 Tage zu unterbrechen. Unterwegs besuchten wir noch ein kleines Dorf mit seiner freundlichen Bevölkerung.

Bagan - Mandalay

Auf dem Weg von Bagan nach Mandalay folgten wir dem Irawady Fluss und bekamen immer wieder Einblicke in die landwirtschaftlich genutzten Flächen und in die Lebensweise der Bevölkerung. In einem Töpferdorf, das nur mit einem Boot erreichbar war, durften wir uns selber daran versuchen, einen Topf, bzw. ein topfähnliches Behältnis zu erstellen. Das Ergebnis war eher niederschmetternd und die lokalen Zuschauer hatten ihren Spass daran. Burmesische Töpfe sind sehr haltbar und wurden in früheren Zeiten auf den Schiffen benutzt und nach Europa exportiert. Das Leben ist einfach, aber nicht ärmlich und die Leute machten einen zufriedenen Eindruck.

Mandalay

Mandalay ist und war schon immer ein Schmelztiegel verschiedener Bevölkerungsgruppen. Heute haben schon fast die geschäftstüchtigen Chinesen die Überhand. Mandalay ist von Tempelanlagen umgeben, besitzt viele Handwerksbetriebe und Universitäten. Wir durften frühmorgens die Mönche beobachten, die zum Frühstück zu einem nahe des Hotels gelegenen Klosters kamen und die wir sogar bedienen durften. Ein Highlight ist die nahe gelegene, weltberühmte U-Bein Bridge, mit 1.2km die längste Teakholzbrücke der Welt. Leider stand sie trocken, so kurz vor dem Monsun. Ebenfalls eindrücklich ist das grösste Buch der Welt bei der Kuthodaw Pagode. Jede der etwa 780 Seiten besteht aus einer Steinstele die wiederum in einer Pagode steht. Somit besteht das Buch aus 780 Pagoden, unglaublich!

Karsten Meyer Reiseberichte