Kilimanjaro Besteigung  und Safari

Kilimanjaro Besteigung und Safari

Trekking / Wanderung

17.Juli 2016 - 30.Juli 2016

Kilimanjaro

Wir haben zu viert den Kilimanjaro auf der Shira Route bestiegen. Diese Route ist noch wenig begangen und landschaftlich sehr abwechslungsreich.

Am Vorabend haben wir unsere Crew kennengelernt. Unsere Trekking Guides hiessen Mogli und Pius. Sie und die insgesamt 16 Träger und Köche haben einen Super-Job gemacht und uns sicher auf den Gipfel gebracht.

Mit einem Minibus wurden wir zum Shira Gate gebracht, dem Eingang zum Kilimanjaro-Nationalpark. Nach dem Einschreiben bei der Nationalparkbehörde konnte unser Abenteuer dann definitiv beginnen. Wir erreichten nach der ersten etwa vierstündigen Etappe das Lemosho Forest Camp auf bereits 2'650 m Höhe. Es liegt wunderschön im Wald. Es wimmelt dort von Affen und Vögeln, was für einige von uns das Schlafen im Zelt etwas schwierig machte. An die sehr einfachen hygienischen Verhältnisse konnten wir uns hier schon mal gewöhnen.

erster Blick auf den Kilimanjaro

Lemosho Camp - Shira Camp 2

Nach einer frühen Tagwache wanderten wir durch den Regenwald weiter. Dieser Tag war landschaftlich vielleicht der Schönste. Als wir den Regenwald hinter uns liessen sahen wir plötzlich vor uns in voller Grösse unser Ziel: den Kilimanjaro, den höchsten Berg Afrikas, 5895 Meter über Meer. Riesig und noch sehr weit weg schien er uns …. Über Hochmoore gelangten wir zum Shira 2 Camp. Dort wurden wir zum Abschluss dieses anstrengenden Tages auf 3'847 m mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt.

Camp Shira 2 - Lava Tower - Barranco Camp

Heute stiegen wir zur weiteren Höhenangewöhnung zum Lava Tower auf 4'630 m auf. Die Aussicht auf den Kibo und den Mount Meru war wunderschön. Allerdings hatte ein Gruppenmitglied heftige Kopfschmerzen, die dann aber mit dem Abstieg ins Barranco Camp zum Glück wieder nachliessen. Im Barranco Camp trifft die Shira Route mit der bekannteren Machame Route zusammen. Beiden gemeinsam ist der spektakuläre Aufstieg über die Barranco Wand der für den nächsten Tag auf dem Programm stand. Wir genossen ein weiteres feines Nachtessen unserer Crew. Es war wirklich unglaublich was sie jeden Tag Schmackhaftes aus dem Küchenzelt zauberten.

Nebel im Barranco Camp

Barranco Camp - Barranco Wall - Karanga Camp

Heute stand also die Überwindung der Barranco Wall auf dem Programm. Das ging einfacher als gedacht. Es sah steiler und «gefürchiger» aus als es dann war. Uns allen hat es Spass gemacht und wir genossen diese kleine Kletterei. Oben angekommen hatten wir dann einen traumhaften Blick auf den Kilimanjaro. Weiter wanderten wir schön pole pole (langsam, langsam auf Suaheli), der Höhe angemessen, durch das Karanga Camp. Dieses liegt auf 4'200 Höhenmeter. Hier erlebten wir den schönsten Sonnenuntergang des Trekkings und der Gipfel schien hier schon zum Greifen nah.

Unsere Guides Pius und Mogli
Karanga Camp

Karanga Camp - Barafu Camp

Die letzte Etappe vor dem Gipfeltag führte über Lavagestein hinauf zum Barafu Camp. Hier wächst nicht mehr viel und die Vulkansteine prägen die Landschaft. Der letzte Aufstieg des Tages ins Camp war sehr steil und verlangte uns auf dieser Höhe nochmals alles ab. Das Barafu Camp liegt auf 4600 m. Eine frühe Nachtruhe war angesagt. Die meisten schlafen auf dieser Höhe gar nicht mehr und ruhen sich einfach. Ich allerdings schlief wieder einmal wunderbar im Zelt und im warmen Schlafsack. Wir hatten bereits die Kleider angezogen für den Aufstieg

Luxus auf 4600 m

Barafu Camp - Stella Point - Uhuru Peak - Mweka Camp

Bereits um Mitternacht wurden wir geweckt. Bei bitterster Kälte frühstückten wir im Esszelt und machten ans bereit für die finale Etappe. Mit Stirnlampe geht es bei Dunkelheit Schritt für Schritt unserem grossen Ziel entgegen. Etwa in der Mitte gab leider einer meiner Kollegen auf. Alles gute Zureden nützte nichts mehr. Er machte sich mit einem Guide auf den Rückweg. Ich hatte auch zu kämpfen, wollte aber so kurz vor dem Gipfel nicht mehr aufgeben. Schliesslich erreichten wir bei Sonnenaufgang den Stella Point auf 5'745 m. Was für ein Gefühl …. Nie werde ich vergessen, wie glücklich ich in diesem Moment war. Da flossen Freudentränen. Der restliche Aufstieg dem Kraterrand entlang auf den «richtigen» Gipfel, den Uhuru Peak auf 5'895 m war dann sehr hart für mich. Ich hatte kalte Hände und diese schmerzten unglaublich. Leider vergoss ich dann auf dem Gipfel Tränen vor Schmerzen … Mogli, unser liebe Guide, half mir dabei die Durchblutung in den Händen wieder zu erhalten. Danach ging es zurück zum Barafu Camp. Dort wurden wir von der Crew begeistert empfangen und gefeiert. Wir ruhten uns im Zelt aus. Meine Füsse schmerzten fürchterlich. Trotzdem musste ich es irgendwie auf 3100 Meter runter ins Mweka Camp schaffen. Irgendwie ging das dann auch. Ich war so überglücklich dort anzukommen.

Am Abend feierten wir unseren Erfolg mit der ganzen Crew mit Essen, Musik und Tanzen. Diese afrikanische Lebensfreude ist einfach ansteckend.

Wir feieren die Besteigung am Abend im Mweka Camp
Kilimanjaro, 5895 m
Gletscher auf dem Kilimanjaro
Stella Point
vor dem Aufstieg

Mweka Camp - Moshi

Die letzte Etappe stand bevor. Wir wanderten zum Parkeingang, wo wir wieder von einem Minibus empfangen wurden. Dieser brachte uns zurück nach Moshi. Dort wurde am Abend nochmals ausgiebig gefeiert. Es war richtig traurig als wir uns von der Crew verabschieden musste. Sie waren uns in dieser Woche so ans Herz gewachsen und wir wissen alle: ohne sie hätten wir das nicht geschafft.

Safari Lake Manyara - Serengeti - Ngorongoro Krater

Der zweite Teil unserer Reise war eine Safari durch die Parks Lake Manyara, Serengeti und Ngrongoro Krater. Wir sahen unglaublich viele Tiere. Abdu, unserer Fahrer und Safariguide konnte uns unglaublich viel über Flora und Fauna erzählen. Wir hatten Glück und entdeckten die Big Five. Wir besuchten aber auch eine Massai-Dorf, was sehr eindrücklich war.

Die Weite der Serengeti und die Landschaft des Ngorongoro Kraters sind unvergesslich und prägten sich bei mir ganz tief ein.

Ngorngoro Krater
im Massai Dorf
am Lake Manyara