Grönland

Grönland

Sportreisen individuell (ohne Reiseleitung)

26.Juni 2018 - 04.Juli 2018

Kangerlussuaq

Alle haben mich davor gewarnt, dass die Anreise nach Grönland nicht ganz einfach ist und man oft mit Verspätungen rechnen muss. Natürlich hatte ich den Umstand im Hinterkopf, dass es mich aber auch treffen könnte, wollte ich natürlich nicht wahrhaben. Es kam dann aber doch so.

Nach einem problemlosen Flug nach Kopenhagen und der Übernachtung am Flughafen, war auch der Flug nach Kangerlussuaq kein Problem. Aber der Anschlussflug nach Ilulissat war zuerst als verspätet angezeigt, dann noch etwas verspäteter und schliesslich fiel er ganz aus. Normalerweise nicht so schlimm, wenn man in guter Gesellschaft reist und der Ort, an dem man gestrandet ist, etwas zu bieten hat, dass man die Zeit totschlagen kann. Leider gehört Kangerlussuaq nun nicht ganz in diese Kategorie.

Gewartet haben wir stundenlang im Flughafengebäude vor dem Gate (man wusste ja nie wie lange die Verspätung dauert) und anschliessend waren wir gezwungen da zu übernachten. Wir erhielten einen Übernachtungsgutschein wie auch ein Abendessen im Hotel.

Am Ende des Tages haben wir uns damit angefunden, dass wir einen Tag später nach Ilulissat fliegen. Da unsere Programmpunkte erst am Folgetag geplant waren, hatten wir noch Glück, den andere Gäste verpassten durch den Flugausfall die Weiterreise und/oder hatten erhebliche Mehrkosten.

Tipp: Wenn eine Reise nach Grönland geplant wird, dann sollte man immer 1 Tag Reserve einplanen, denn die Flüge können aufgrund des Wetters oder anderen Gründen in Grönland immer mal ausfallen.

Flughafen von Kangerlussuaq
Umegbung von Kangerlussuaq
Grönland aus dem Flugzeug
Das Ende vom Inlandeis

Ilulissat

Die nächsten Tage waren wir in einem guten Hotel im Zentrum von Ilulissat untergebracht.

Wir unternahmen viele Ausflüge mit dem Schiff entlang der Küste, durch die Eisberge und nach Norden zum Eqi-Gletscher oder wir erkundeten die Umgebung rund um die Stadt zu Fuss auf diversen Wanderungen.

Da im Juni die Mitternachtssonne scheint, sind die Tage endlos lang und man verliert etwas das Zeitgefühl und wird weniger müde. Oft waren wir nach dem Abendessen oder sogar nach Mitternacht noch unterwegs und genossen das spezielle Licht der tiefstehenden Sonne.

Ilulissat selbst ist sicher nicht die schönste Stadt der Welt, aber der ideale Ausgangspunkt um die Eisberge Grönlands zu sehen. Der berühmte Eisford ist jedes Jahr um diese Zeit voll mit neuen Eisberge, welche vom nahegelegenen Gletscher abrechen. Es ist sehr eindrücklich in einem kleinen Boot zwischen den hochhaushohen Eisbergen hindurchzufahren. Mit etwas Glück entdeckt man auch Wale, welche im ruhigen Gewässer an der Küste auf Nahrungssuche sind.

Die Grönlandhunde spielen in Grönland und besonders in Ilulissat immer noch eine sehr wichtige Rolle, ist doch der Hundeschlitten die beste Transportmöglichkeit im Winter. Rund um die Stadt gibt es sehr viele Hunde (mehr als Einwohner) und ab und zu sind sie nicht zu überhören.

Der Hauptgrund, warum wir aber nach Grönland reisten, waren die angebotenen Orientierungsläufe. Mein Kollege und ich waren schon in vielen Ländern Europas unterwegs, da durfte Grönland natürlich nicht fehlen. Das Highlight war der Mitternachts-Orientierungslauf mit Massenstart abends um 23 Uhr, welcher knapp 3h dauerte und man entdeckte dabei Gegenden, wo kaum ein Mensch zuvor war.

Grönlandhunde
Mitternachtssonne
auf der Suche nach Buckelwale
Umgebung von Ilulissat
Bootsfahrt durch die Eisberge
riesige Eisberge

Nuuk

Der zweite Teil der Reise verbrachten wir in Nuuk - der Hauptstadt. Die Stadt ist für grönländische Verhältnisse riesig und etwas atypisch. Man sieht viele grosse Häuser, Strassen, Busse, Kinos, Lichtsignale und praktisch keine Hunde. Nuuk ist das Wirtschaftszentrum des Landes, viele Menschen ziehen hierher für ihre Arbeit oder studieren in der guten Universität. Wenn man das typische Grönland sucht, ist man hier sicher falsch und sollte eher nach Ilulissat im Norden oder ganz in den Süden des Landes reisen. Trotzdem kann sich einen Abstecher nach Nuuk lohnen, denn im Museum erfährt man sehr viel Wissenswertes über Grönland und die Inuits.

Auch hier nahmen wir an drei Orientierungsläufe teil, welche direkt am Stadtrand stattfanden. Das Gute an Grönland ist, dass am Stadtrand, direkt beim letzten Haus die Strassen aufhören und man direkt vor der unberührten Natur steht.