34 Stopps von Bergen nach Kirkenes

Die Häfen

Die Häfen

Bergen – Das Tor zu den Fjorden

Bergen ist der Ein- und Ausstiegshafen der 12-tägigen Rundreise mit den Hurtigruten-Schiffen. Wir empfehlen Ihnen, einen Tag vor der Einschiffung schon anzureisen, um die charmante, sehenswerte Stadt Bergen in Ruhe erleben und entdecken zu können. König Olav Kyrre, dessen Denkmal Sie auf dem Marktplatz finden, gründete 1070 n. Chr. die Stadt, welche heute ca. 280‘000 Einwohner zählt. Bergen war schon immer ein grosser Europäischer Handels- und Schifffahrtshafen, so kam es, dass sie im 13. Jahrhundert für rund 100 Jahre Hauptstadt Norwegens wurde. Nach wir vor geniesst die schmucke Stadt den Namen «Heimliche Hauptstadt».

Umgeben von sieben Hügeln und einer traumhaft schönen Fjordlandschaft ist Bergen das «Tor zu den Fjorden» und der optimale Startpunkt für Ihre Reise entlang der norwegischen Küste. In Bergen erwartet Sie eine Kombination aus Natur, Kultur, Geschichte und lebendigem Stadtleben. Flanieren Sie durch die engen Gassen des historischen Hanseviertels Bryggen und spüren Sie die maritime Atmosphäre. Hier, wo einst mit Salz, Bier und Getreide gegen Stockfisch gehandelt wurde, fühlen Sie sich ganz und gar in die Vergangenheit zurückversetzt. Bryggen ist kein Museum, sondern vielmehr eine lebendige Altstadt mit wunderschönen, farbigen Holzhäusern, welche die UNESCO 1979 als erstes Weltkulturerbe Norwegens auszeichnete.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Stadtseilbahn Fløibanen, welche Sie vom Stadtzentrum in nur 7 Minuten hinauf zum Hausberg Fløyen bringt. Selbstverständlich können Sie den Aussichtspunkt auf 320m ü.M. auch zu Fuss erklimmen. Sie werden für den stündigen Aufstieg mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt und Fjordlandschaft belohnt! Hier oben eröffnet sich Ihnen ein ausgedehntes, sehr schönes Wandergebiet, welches auch von den Einheimischen sehr gerne genutzt wird. Noch etwas höher hinauf gelangen Sie mit der Ulriken-Gondelbahn. Überwältigend ist die Aussicht vom knapp 650 m hohen Aussichtsberg. Die Talstation liegt ca. 7 km südwestlich des Zentrums.

Der geschäftige Fischmarkt ist einer der meistbesuchten Märkte unter freiem Himmel Norwegens. Hier wird von Fisch und Meeresfrüchten, über frische Beeren und Gemüse, bis hin zu Blumen und Souvenirs alles angeboten, was Norwegen zu bieten hat.

Bergen ist nicht nur eine architektonische, sondern auch eine kulturelle Perle. Besuchen Sie die ausserhalb von Bergen gelegene Museums-Villa Troldhaugen, wo der berühmte Komponist Edvard Grieg während 22 Jahren seinen Wohnsitz hatte. Die Kunstmuseen KODE liegen am südlichen Ufer des Stadtsees Lille Lungegårdsvann. Hier können Sie Werke von Edvard Munch, Pablo Picasso, Paul Klee und anderen Persönlichkeiten bestaunen. Sehenswert ist auch das Hanseatische Museum, welches die Geschichte des Handels dokumentiert. Im Bryggen Museum sehen Sie archäologische Ausgrabungen des Hanseviertels. Unter all den interessanten Museen möchten wir noch das sehenswerte Freilichtmuseum Gamle Bergen und das interessante Lepramuseum erwähnen.

Nordöstlich von Bergen erwartet Sie das «Herz» von Fjordnorwegen. Eine Landschaft von unermesslicher Schönheit und einer Vielfältigkeit, die kaum zu überbieten ist. Obwohl Sie mit der Hurtigruten die gigantisch schöne Fjordwelt kennenlernen werden, ein Tagesausflug zu Norwegens engstem Fjord, dem Nærøyfjord per Bahn, Bus und Schiff zählt zu den schönsten Erlebnissen einer Norwegenreise. Während diesem Tagesausflug kommen Sie auch in den Genuss von einer Bahnfahrt mit der legendären Flåmbahn.

 

Ålesund – Stadt im Jugendstil   

Die für die einmalige Jugendstil-Architektur bekannte Stadt liegt vor der Einfahrt zum Geirangerfjord.  Im Jahr 1904 wurden grosse Teile der Stadt bei einem verheerenden Brand zerstört und mit Hilfe des Kaisers Wilhelm II. wieder im Jugendstil neu aufgebaut. Beim Hafenbecken, zwischen zwei Inseln, liegen die prachtvollen Häuser mit farbenfrohen Fassaden. Eine Vielzahl dieser Gebäude ist noch sehr gut erhalten und Sie können diese bei einem Spaziergang bewundern. Vor Ende Mai und ab November, wenn die Hurtigrutenschiffe keine Abstecher zum Geiranger- oder Hjørundfjord unternehmen, stehen Ihnen in Ålesund rund 3 Stunden für die Erkundung der Stadt zur Verfügung.

Die runden Türme, geschwungenen Linien und die für den Jugendstil typischen floralen Ornamente werden Sie bezaubern. Besonders schöne Bauten säumen die Apotekergata und Kongensgata.  Die 1907 im Jugendstil erbaute Schwan-Apotheke beherbergt das Jugendstilzentrum, welches die einmalige Architekturgeschichte der Stadt dokumentiert. Sie werden in das Jahr 1904 und damit zum Brand zurückversetzt und erleben die dramatische Geschichte in der «Zeitmaschine». Spazieren Sie durch die zahlreichen Räume der alten «Schwanenapotheke» und lassen Sie sich von der Schönheit des authentischen Dekors in vergangene Zeiten zurückversetzen.

Unser Tipp: Steigen Sie die 418 Treppen hinauf zum Aussichtsberg Aksla. Sie werden mit einem prächtigen Ausblick über das Schärenparadies und die Stadt belohnt. Wie ein «Angelhaken» in den Atlantik geworfen – so sieht die über mehrere Inseln verteilte Stadt vom Aksla oben aus.

In der Nähe des Hafens befindet sich das Fischereimuseum, welches zum Ålesund Museum gehört.  Im restaurierten Speicher Holmbua von 1861 erfahren Sie Interessantes über die Herstellung von Stockfisch und anderen Fischspezialitäten. Etwas ausserhalb des Zentrums liegt Atlanterhavsparken, eines der grössten Aquarien Norwegens.

 

Geirangerfjord

Legen Sie in Bergen mit der Hurtigruten zwischen dem 01. Juni und 31. August ab, so kommen Sie in den Genuss einer Fahrt in den Geirangerfjord. Der Geirangerfjord, seit 2005 UNESCO Weltkulturerbe, gehört zu den schönsten Fjorden Norwegens. Seine atemberaubende Landschaft mit den steilen Berghängen und spektakulären Wasserfällen werden Sie begeistern und Ihrer Kamera keine Ruhe gönnen.  Am Ende des Fjordes läuft Hurtigruten das Städtchen Geiranger mit gerade einmal knapp 300 Einwohnern an. 1858 lief das erste Dampfschiff ein, 1867 wurde ein erstes Wirtshaus eröffnet. Das einst kleine, abgeschiedene Dorf am Ende des Fjords entwickelte sich dank den wöchentlichen Bootsverbindungen zu den Nachbardörfern ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Touristen kamen und so entstanden zwischen 1863 und 1893 im kleinen Fjorddorf mehrere Hotels. Ab 1869 wurde der Tourismus zur Haupteinnahmequelle. Im August 1889 wurde die Serpentinenstrasse hinunter nach Geiranger eröffnet, die Fertigstellung der Strasse hinauf zum berühmten Aussichtspunkt Dalsnibba folgte im Jahre 1930 und die Adlerstrasse, welche atemberaubende Ausblicke auf den Fjord bietet, wurde im Jahr 1955 dem Verkehr übergeben.  Gleichzeitig zum Bau der Geirangerstrasse wurde 1885 der Hafen ausgebaut, um Dampfschiffen idealere Anlegemöglichkeiten zu geben. Ab 1890 war der von Norwegen begeisterte deutsche Kaiser Kaisers Wilhelm II. in Geiranger mehrmals zu Gast.

Im Jahr 1920 wurden in Geiranger bereits 112 Touristenschiffe gezählt. Heute fahren in den Sommermonaten von Juni bis August ca. 200 Kreuzfahrtschiffe in den Fjord.

 

Hjørundfjord

Gäste, welche im Herbst in der Zeit zwischen dem 01.09. und dem 31. Oktober in Bergen einschiffen, dürfen eine Fahrt durch den malerischen Hjørundfjord geniessen. Der Hjørundfjord liegt vor der einmalig schönen Kulisse der Sunnmøre-Alpen. Ein idyllischer Fjord, umgeben von hohen Berggipfeln und fernab der herkömmlichen Routen der Kreuzfahrtschiffe. 33 Kilometer tief zieht er sich in die alpine Bergwelt der majestätischen Berge der Sunnmørealpen hinein. Er beeindruckt insbesondere durch seine Unberührtheit und Ursprünglichkeit. Geniessen Sie die Fahrt entlang steiler Felswände, grüner Wiesen, einsamer Bergbauernhöfe und kleiner Dorfgemeinden. Dieser Fjord ist sicher mindestens genauso schön wie der viel gerühmte und bekanntere Geirangerfjord.  Im Rahmen eines Ausfluges können Sie den Hjørundfjord noch näher kennenlernen. Mit einem kleinen Boot erreichen Sie das Dörfchen Urke im Norangstal, in einem der wildesten und schmalsten Täler des Landes. Per Bus fahren Sie nach Hellesylt und zum Lyngstølsee, wo Überreste einer ehemaligen Siedlung bestaunt werden können, welche 1908 bei einem Erdrutsch versank.  Anschliessend führt die Fahrt zum Hotel Union in Øye, welches zu den historischen Hotels in Norwegen gehört. Diese historische Residenz beherbergte seit seinem Bau 1891 so manchen Adligen, so auch die Königin Wilhelmina von Holland, König Oscar II von Schweden und den deutschen Kaiser Wilhelm II. Nach einer kleinen Stärkung im Hotel führt die kurzweilige Busfahrt zurück zum Schiff.

 

Molde – Die Stadt der Rosen

Eingebettet in die spektakuläre Fjordlandschaft und vor Wind und Wasser geschützt liegt Molde. Wegen seiner schönen Lage direkt am Romsdalsfjord und den schönen Aussichten auf die umliegenden Romsdalsalpen ist die Stadt seit Ende des 19. Jh. Ein beliebtes Reiseziel. Kaiser Wilhelm II. weilte hier zwischen 1890 und 1913 fast jeden Sommer zu Gast. Den Beinamen «Die Stadt der Rosen» verdankt Molde den vielen Rosengärten. Bei einem Spaziergang werden Sie die im Sommer duftenden, üppigen Rosen bewundern können, die die Stadt schmücken. Molde ist das Verwaltungs- und Handelszentrum der Provinz Møre og Romsdal und zählt ca. 25‘000 Einwohner.  Jazzliebhabern sei das grösste Jazzfestival Norwegens im Sommer (Ende Juli) empfohlen.

 

Kristiansund – Heimat des Klippfischs

Die Einfahrt nach Kristiansund ist sehr schön. In der auf vier Inseln gelegenen Stadt zählt die Verarbeitung von Fisch zu Klipp- oder Stockfisch (gesalzener, getrockneter Kabeljau) zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Der gesalzene und getrocknete Fisch brachte dem «Venedig» des Nordens im 19 Jh. Den ersehnten Wohlstand. In der Hafenbucht erinnern alte Pack- und Lagerhäuser und das Klippfischmuseum an die guten alten Zeiten. Hier erfahren Sie mehr über die Bedeutung, wenn man sagt: «Geld stinkt». Der Fisch brachte den Reichtum – und das riecht man. Seit der 250 Jahr-Feier der Stadt im Jahre 1992 steht die Statue des «Klippfischweibs» am Hafenbecken und erinnert daran, dass die Stadt ihren Reichtum vor allem den starken Frauen zu verdanken hat, in deren Hand die Klippfischproduktion lag. Sie legten den von den Lofoten angelieferten Fischt dicht an dicht auf den Schären und Klippen aus. Bis zu 15'000 Fische wurden alleine auf dem Hausberg Kristiansund‘s ausgelegt, mittags gewendet und nachts in Lagerschuppen übereinander aufgeschichtet und dann anderentags wieder aufs Neue auf den Klippen und Berghängen ausgebreitet. 4 bis 6 Wochen dauerte der Trocknungsprozess, dann wurde er vorwiegend nach Südeuropa exportiert.

1940 wurde die die Stadt von den Deutschen in Schutt und Asche gelegt, rund 800 Häuser wurden beim verheerenden Bombenangriff zerstört. Erst viel später wurde die Hafenstadt allmählich wiederaufgebaut. Die farbenfrohen Häuser geben der Altstadt Innlandet ihren einzigartigen Charakter.

12 km nördlich von Kristiansund, auf der mitten im Meer liegenden Inselgruppe Grip, steht auf der Insel Gripholmen die wunderschöne Stabkirche von Grip, Norwegens zweitkleinste Stabkirche. Gottesdienst wird hier nur noch alle 3 Wochen für die Feriengäste gehalten. Dank den ausserordentlich guten Fischgründen harrten hier einst bis zu 400 Menschen trotz den immer wiederkehrenden Stürmen aus. 1625 ertranken im Winter fast alle männliche Bewohner, nicht ein einziger Fischer schaffte es während eines verheerenden Schneesturmes zurück an Land. Als zu späteren Zeiten auch noch der Fisch ausblieb und zerstörerische Stürme und Flutwellen beinahe 100 Häuser ins Meer rissen, lebten nur noch ein Dutzend Fischer und ein paar Witwen auf Grip. Heute ist die Insel bei den Norwegern vor allem ein beliebtes Ferien- und Ausflugsziel. Der Leuchtturm «Grip fyr» steht auf der nahen Insel Bratthårskollen, nördlich von Gripholmen. Der 44 Meter hohe, gusseiserne Leuchtturm, ist der zweitgrösste in Norwegen. Sein Licht ist 19 Seemeilen weit zu sehen, Seit 1977 ist er unbemannt und  steht heute unter Denkmalschutz.

 

Trondheim – Die Krönungsstadt

Trondheim, einstige Hauptstadt und berühmtester Wallfahrtsort, liegt an der südlichen Bucht des Trondheimfjords. Hier starb Olav der Heilige, über dessen Grab die grösste und schönste Kathedrale Skandinaviens erbaut wurde. Hier, im Nidarosdom, werden die Norwegischen Könige gekrönt.  Der Bau der Kathedrale begann im Jahr 1070 über dem Schrein von Olav dem Heiligen. Der Nidarosdom war im Mittelalter eine bedeutende Pilgerstätte der Christen und auch heute noch kommen viele Pilger um dieses Bauwerk zu besichtigen.

Unweit des Domes führt die alte Stadtbrücke Bybrua über den Fluss Nidelv und bietet eine wunderbare Sicht auf die farbigen alten Lagerhäuser, die auf Pfählen aus dem Fluss ragen und grösstenteils aufwendig restauriert wurden.

Auf der Ostseite der Brücke befindet sich die ehemalige Arbeitersiedlung Bakklandet, heute ein schmuckes Quartier mit liebevoll restaurierten Holzhäusern, Boutiquen und Cafés. Ein neues «Highlight» der Stadt ist das Rock und Pop Museum Rockheim, aber auch Stiftsgården, Skandinaviens grösstes Holzpalais und zugleich königliche Residenz, lohnen eine Besichtigung.

Auch in Trondheim wurden nach mehreren, katastrophalen Bränden die Strassen verbreitert, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Einige der engen Gassen und Strassen, von denen viele aus dem Mittelalter stammen, existieren noch heute und bilden einen starken Kontrast zu den breiten Boulevards aus dem 17. Jahrhundert.

 

Brønnøysund – Geschichtsträchtige Kleinstadt mit maritimem Flair

Brønnøysund liegt auf einer schmalen Halbinsel des Festlands, eingebettet im Schärenparadies der Helgelandküste. Brønnøysund liegt ziemlich exakt in der Mitte der norwegischen Küstenlinie. Bis zum Nordkap sind es 840 km, eben so weit entfernt liegt Norwegens südlichster Punkt, das Kap Lindesnes. Im Stadtzentrum des kleinen Städtchens mit gut 5‘000 Einwohnern finden Sie die Brønnøy-Kirche, eine Steinkirche im neugotischen Stil aus dem Jahr 1870. Kurze Zeit nach Abfahrt des Hurtigrutenschiffes erblicken Sie den sagenumworbenen Berg Torghatten, ein Berg mit einem 35 Meter hohen und rund 160 Meter langen Loch – einer geraden und an beiden Enden offenen Höhle. Bleiben Sie auf dem Aussendeck und geniessen Sie den schönen Ausblick auf den Torghatten. Welcher der vielen Sagen Sie Glauben schenken, überlassen wir Ihnen.

Gemächlich gleitet das Hurtigrutenschiff durch den Vega-Archipel, welcher aus über 6‘000 kleinen Inseln und Schären besteht. Dieses wunderschöne Inselparadies gehört zum UNESCO Kulturerbe. Geniessen Sie die Fahrt vom Aussendeck aus oder machen Sie es sich im Panoramasaal bequem.

 

Sandnessjøen – Einfahrt zur Helgelandküste

Draussen im Atlantik liegen zahlreiche Inseln, wo tausende von Vögel brüten. Den Polarkreis überqueren Sie an Bord, am besten auf dem Panoramadeck mit wunderschönen Panoramaaussichten. Hier zeigt sich die Helgelandküste von ihrer wildesten und schönsten Seite. Kommt eine stählerne Weltkugel in Sicht, so sind Sie sich gewiss, dass Sie den Polarkreis überschreiten.

Die «Sieben Schwestern», die südlich von Sandnessjøen gelegene Bergkette, ist mit vielen Sagen und Mythen verbunden. Der Sage nach sollen es sieben Jungfrauen gewesen sein, die sich nach einer Verfolgung durch den König Hestmannen erschöpft niederwarfen und bei Sonnenaufgang zu Stein erstarrten. Die Stadt Sandnessjøen zählt ca. 7‘500 Einwohner und ist wichtigster Verkehrsknotenpunkt der Region. Im Osten sehen Sie das moderne Design der eleganten Helgelandbrücke. 1991 wurde die Brücke dem Verkehr übergeben, sie gilt mit 1073m Länge und einer Höhe von 45 m als Meisterwerk der Ingenieurskunst. Sie kostete über 300 Mio. Kronen, mehr als 30‘000 Kubikmeter Beton wurden verbaut.

Sollten Sie auf der Suche nach einem landestypischen Geschenk sein, so besuchen Sie das Geschäft der Glaskünstlerin Turid Grovin in der Innenstadt. Hier finden Sie wunderschöne, handgefertigte Glaskunst, inspiriert von der überwältigenden Landschaft der Helgelandküste. In dieser Region lebte der Poet und Pfarrer Petter Dass, sein Monument finden Sie am Ende der Einkaufsstrasse.

Weitere Naturschönheiten während der Hurtigrutenfahrt sind die herrlichen Sandstrände und der Svartisengletscher, welcher von den Bergen hinunter in Richtung Meer fliesst.

 

Bodø – Seeadler, Mitternachtssonne und Nordlichter – Willkommen im Norden

Bodø, Hauptstad des Bezirks Nordland, und «Sprungbrett» zu den Lofoten, liegt landschaftlich schön am Saltenfjord, nördlich des Polarkreises. Die Mitternachtssonne scheint hier in der Zeit vom 2. Juni bis zum 10. Juli. Polarnächte, während denen es die Sonne nicht über den Horizont schafft, gibt s in Bodø nicht. Wegen den hohen Bergen südlich der Stadt, ist die Sonne von Anfang Dezember bis Anfang Januar trotzdem nicht zu sehen.  Im Hafen tummeln sich Fischkutter, Handelsschiffe, Fähren und Motoryachten. Bis die Heringsfischerei im 19. Jh. einen Aufschwung brachte, lebten in Bodø nur gerade 200 Menschen. Am 27. Mai 1940 wurden mehr als die Hälfte der Häuser in Bodø von deutschen Bombern zerstört. Nach dem Krieg entstand das heutige, nüchtern-moderne Ortsbild. Im ältesten Gebäude Bodøs befindet sich das Nordlandmuseum mit einer interessanten Ausstellung über die Fischereigeschichte. Etwas ausserhalb des Zentrums liegt das Norwegische Luftfahrtmuseum, das auf über 10‘000 m2 Fläche über die Geschichte der zivilen und militärischen Luftfahrt informiert.

Ca. 30 km südöstlich von Bodø liegt der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Sie haben die Möglichkeit, an einem fakultativen Ausflug zu diesem Naturphänomen teilzunehmen. Erleben Sie die Kraft der Natur mit eigenen Augen. Alle 6 Stunden ist das Phänomen zu bewundern. Donnernd bahnen sich ca. 400 Mio. m³ Wasser ihren Weg durch eine 3 km lange und nur 150 m breite Meeresenge und erreichen dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 40km/Std. Das Meer wird zu einem brodelnden Strom mit enormen Strudeln und schäumenden Wirbeln. Grosse Mengen Plankton und kleinere Fische werden mit dem auflaufenden Wasser in den Fjord geschwemmt, gefolgt von Schwärmen von Dorschen, Seelachsen, Steinbeissern und anderen Fischen.  Den besten Ausblick auf den Saltstraumen hat man von der Brücke aus, welcher den Gezeitenstrom überspannt.

 

Stamsund – Herzlich Willkommen bei den Wikingern

Die Inselgruppe der Lofoten ist ein einzigartig schöner Archipel mit steil ins Meer abfallenden Bergen und romantischen Fischerdörfern, welche sich an die Südküste der 150 km langen Bergkette schmiegen. Das Küstenklima sorgt für milde Winter, nur im Januar und Februar sinkt die Durchschnittstemperatur auf –1 Grad. Im Februar beginnt der berühmte Lofot-Fischfang, welcher nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle darstellt und bis in den April hinein dauert. Nach alter Tradition werden jeweils zwei Fische am Schwanzende zusammengebunden und paarweise auf Holzgerüste zum Trocknen gehängt, daher der Name «Stockfisch». Bis anfangs Juni sind die mit Fisch schwer behängten Gestelle ein typischer Blickfang mit «authentischem» Geruch.

Auf der malerischen Inselgruppe wurden für die Fischer kleine Fischerhütten, die sogenannten Rorbuer, errichtet. Nach wie vor dienen diese zur Zeit des Dorschfangs den Fischern als Unterkunft. Viele von ihnen wurden renoviert, neue kamen dazu. Hotels gibt es nur wenige, so erstaunt es nicht, dass diese gemütlichen und meist sehr schön gelegenen Rorbuer auch an Touristen vermietet werden.

Das Städtchen Stamsund liegt am Vestfjord, an der Südseite der Insel Vestvågøy und gehört zur Inselgruppe der Lofoten. Stamsund ist eine der grössten Ortschaften auf der Insel Vestvågøy und zählt ca. 1‘500 Einwohner.  Am Anfang des 20. Jh. baute und kaufte Julius M. Johansen das gesamte Dorf inklusive Kai, Filetier- und Tranfabriken. Sogar die Kirche wurde vom grössten Stockfischproduzent bezahlt.  Noch heute verfügt Stamsund über eine beachtliche Fischereiflotte, die Familie Johansen ist nach wie vor «im Geschäft».  Immer mehr Touristen entdecken ihre Liebe zu den Lofoten, dieser wild romantischen Inselgruppe, welche im Sommer von der Mitternachtssonne und im Winter von den Nordlichtern erhellt wird.

Hurtigruten bietet auf den Lofoten mehrere fakultative Ausflüge an, dies während der nordgehenden wie auch südgehenden Fahrt.  Einer dieser Ausflüge führt zum Beispiel zum Wikingermuseum. Wissenschaftler aus Tromsø haben das 83 m lange Langhaus aus der Wikingerzeit ausgegraben und originalgetrau nachgebaut. Erfahren Sie hier, wie die Wikinger lebten und bestaunen Sie den Nachbau des grössten je gefundenen Wikingergebäudes.

 

Svolvær – Das Herzen der Lofoten

Bei der Einfahrt in den Hafen begrüsst Sie die Statue der winkenden Fischerfrau. Sie verabschiedet die Fischer, wenn diese mit den Boten hinausfahren und symbolisiert mit ihrem Winken den Wunsch auf eine sichere und heile Rückkehr.

Svolvær liegt am Vestfjord und ist seit Jahrhunderten eng mit der Seefahrt und Fischerei verbunden. Die kleine Verwaltungsstadt der Lofoten zählt ca. 5‘000 Einwohner deren Erwerbseinkommen hauptsächlich vom Fischfang und Tourismus stammt. Rings um den Hafen entdecken Sie die Gestänge, an denen der Fisch bis in den frühen Sommer hinein zum Trocknen aufgehängt wird. Riechen Sie es? Es riecht nach dem «Gold» des Nordens – Fisch.

Um 1940 lebten auf den Lofoten ca. 20‘000 Fischer, welche während der Hauptfangzeit bis zu 50‘000 kg Fisch fingen. Heute sind es gerade noch einmal ca. 3‘000 Fischer, welche diese Menge an Fisch einholen. 80 % des Stockfischs der Welt stammt von den Lofoten. Die grössten Abnehmer sind die Spanier und Italiener, welche ihn dann als Bacalao servieren.

Viele Künstler wurden von der Schönheit der Lofoten inspiriert und liessen sich hier nieder. So erstaunt es nicht, dass es auf den Lofoten eine grosse Anzahl an Galerien zu besuchen gibt.

Die Svolværgeita, auf Deutsch «Svolvær-Ziege», ist das Wahrzeichen von Svolvær. Die zwei wie Ziegenhörner geformte Felsen sind bei Bergsteigern ein sehr beliebtes Kletterziel, um auf deren eineinhalb Metern auseinanderliegenden «Hörnern» hin- und herzuspringen. Hier oben hat sich schon so manches Paar trauen lassen um dann gemeinsam in ihr neues Leben zu «springen».

 

Stokmarknes – Die Geburtsstätte der Hurtigruten

Hier gründete Richard With im Jahre 1893 die Hurtigruten. Das Hurtigrutenhus mit dem Hurtigrutenmuseum erzählt über vergangene Zeiten. Besichtigen Sie das traditionelle Hurtigrutenschiff MS Finnmarken aus dem Jahre 1956, welches hier als Museumsschiff liegt und einen Einblick in die damalige Zeit gibt. Auch über tragische Geschichten wie Schiffsbrüche wird hier berichtet.

 

Sortland – Willkommen in den  Vesterålen

Sortland, die blaue Stadt auf der Inselgruppe Vesterålen, liegt inmitten in einer fantastischen Schärenlandschaft mit hunderten von Inseln. National und international machte Sortland durch seine Farbgebung auf sich aufmerksam. Zur Feierlichkeit des neuen Jahrtausends hatte man die Idee, die Stadt zu verschönern und die Gebäude in verschiedenen Blautönen zu streichen. Künstler aus ganz Norwegen und die Einwohner machten sich gemeinsam ans Werk und schufen ein beeindruckendes Gesamtbild.

 

Risøyhamn – Die Schiffe der Hurtigruten haben doppelt so viele Gäste als es hier Einwohner gibt

Hier wird Ihnen der Sinn der Hurtiguten, Transportgüter zu befördern bewusst. Gerade einmal 203 Einwohner zählt das Dorf. Durch die sehr seichte, knapp 5 km lange Wasserstrasse Risøyrenna, erreichen Sie den Hafen. Geniessen Sie die für den Kapitän anspruchsvolle Fahrt am besten vom Aussendeck aus und halten Sie Ausschau nach Robben. Risøyhamn liegt auf der Insel Andøya am Risøysund. Eine Brücke verbindet die beiden Inseln Andøya und Hinnøya. Beide dieser Inseln beherbergen mehrere Vogelkolonien. In der Region finden Sie unter anderen  einen Nistplatz von mindestens 160‘000 Papageitauchern. Haupteinnahmequelle der Region sind die Torfmoore mit den grossen Sümpfen, in denen Moltebeeren wachsen. Jetzt raten Sie mal, was hier im Hafen wohl für Fracht auf die Schiffe wartet – richtig, Blumenerde.

 

Harstad – Auf der grössten Insel Nordnorwegens gelegen

Harstad liegt auf Hinnøya, der grössten Insel Nordnorwegens. Die Stadt ist ein bedeutendes Handelszentrum der Region und ist bekannt für seine Kulturveranstaltungen wie zum Beispiel das nordnorwegische Bierfest oder das nordnorwegische Kulturfest Ende Juni. Wirtschaftliche Bedeutung erlangte die Stadt in den letzten Jahren, seitdem sie das Zentrum der nordnorwegischen Erdöl- und Erdgasförderung geworden ist. Hier wird das Erdgas aus den Offshore-Feldern vor Norwegen verarbeitet, verflüssigt und exportiert. Aber auch in früheren Zeiten, als riesige Heringsschwärme im Meer einzufangen waren, erlebte Harstad einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung, was ihr 1904 Stadtrechte einbrachte.

Auf der Trondenes-Halbinsel, ca. 3 km nördlich des Zentrums, steht die besterhaltene mittelalterliche Kirche Nordnorwegens an schöner Lage mit herrlichem Blick auf den Vågsfjord. Unweit davon liegt das Historische Zentrum mit Ausstellungen zur Geschichte der Wikinger und der Christianisierung Nordnorwegens. Nördlich der Kirche steht auf den deutschen Festungsanlagen die «Adolf-Kanone», die im zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht aufgestellt wurde und die Zufahrt nach Narvik und Tromsø bewachen sollte. Sie soll mit ihrem Kaliber von 42 cm die grösste Landkanone der Welt sein.

 

Tromsø – Das Tor zum Eismeer

Tromsø, Nordnorwegens grösste Stadt, wird auch «Tor zur Arktis» genannt und überrascht seine Besucher in vielerlei Hinsicht. Hier starteten Roald Amundsen, Fridtjof Nansen und andere Polarpioniere ihre grossen Expeditionen. In Tromsø befindet sich die drittgrösste Universität Norwegens, die rund 15'000 Studenten tragen zu einem aktiven Restaurant- und Nachtleben bei. In der weltweit nördlichsten Universität scheint die Mitternachtssonne vom 19. Mai bis zum 25. Juli.

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt  ist die Eismeerkathedrale. Sie wurde 1965 errichtet und besticht durch ihr grosses, buntes Glasfenster im Rücken der Kirche. Das aussergewöhnliche Kunstwerk wiederspiegelt die Natur des Nordens. Die Form erinnert an Holzgestelle, an denen der Stockfisch trocknet, die asymmetrische Dachlinie symbolisiert eine Gletscherspalte und die Glasflächen zwischen den Betonpfeilern stehen für das Polarlicht und die Mitternachtssonne. Sie können die Kirche in einem Spaziergang von ca. 45 Minuten bequem vom Anleger des Schiffes erreichen.

Vom Hausberg Storsteinen geniessen Sie eine fantastische Aussicht über die Stadt. Mit der Fjellheisen-Gondelbahn erreichen Sie den Aussichtspunkt in knapp 5 Minuten.

Im Polarmuseum wird Interessantes über die Eisbärenjagd, über Pol-Pioniere und ihr Leben im Eis gezeigt. Das arktische Erlebniszentrum Polaria vermittelt einen guten Eindruck über das Leben über dem Polarkreis.

«Ølhallen», der nördlichste Bierkeller der Welt, gehört zur Brauerei Mack Øl. Einst Treffpunkt der Walfänger und Polarforscher, heute ein beliebter Ort für Studenten und Touristen. Das Prädikat der nördlichsten Brauerei hat Mack an Grönland verloren, die Brauerei in Ilulissat liegt ca. 50 m weiter nördlich.

Auch der weltweit nördlichste Botanische Garten befindet sich in Tromsø, welcher von der Universität in Tromsø betrieben wird.

Dank den vielen Winteraktivitäten hat die Stadt auch im Winter an Bedeutung zugenommen. Ausserdem hat der Arktische Rat, dem acht Nationen angehören, seinen Sitz in Tromsø. In Tromsø beginnt die Zeit der Polarnächte am 28. November und endet am 15. Januar, optimale Voraussetzungen um Nordlichter zu sehen -  Willkommen in der Welt von Aurora Boreales.

 

Hammerfest – Die «fast» nördlichste Stadt der Welt

70,7° nördliche Breite: Hammerfest liegt hoch im Norden und etwa auf demselben Breitengrad wie die nördlichsten Teile Sibiriens und Alaskas.

Das Prädikat, die nördlichste Stadt der Welt zu sein, ist ins Wanken geraten. Das weiter nördlich gelegene Honningsvåg wurde unterdessen zur Stadt ernannt. Die Bezeichnung «nördlichste Stadt der Welt» ist aber mangels einheitlicher Definition des Begriffes «Stadt» strittig. Nicht nur Honningsvåg liegt nördlicher als Hammerfest. Auch Longyearbyen auf Spitzbergen, mit ihren rund 2'000 Einwohnern, nennt sich gerne die nördlichste Stadt der Welt. Hammerfest wirbt nichtsdestotrotz weiterhin mit dem Slogan «nördlichste Stadt Europas».

Aufgrund des Golfstromes sind die klimatischen Verhältnisse wesentlich milder als man auf diesen Breitengraden erwarten würde. Von Mitte Mai bis Ende Juli verschwindet die Sonne nicht unter dem Horizont. Im Winter, wenn es die Sonne ab dem 23. November nicht mehr über den Horizont schafft, rücken die Bewohner näher zusammen und laden Familie und Nachbarn zum gemütlichen Beisammensein ein. Am 20. Januar wird die Rückkehr der Sonne freudig begrüsst und die Tage werden rasch länger. Trotz der weitverbreiteten Annahme, dass man hier oben Eisbären trifft, müssen wir sie leider enttäuschen. Auf Spitzbergen können die Könige der Arktis tatsächlich in der freien Natur bestaunt werden, in Hammerfest dagegen, steht für gewöhnlich lediglich ein «präpariertes» Exemplar vor einem der Geschäfte – sehr zur Freude der Touristen, die gerne ein Foto davon schiessen. Versäumen Sie es nicht, dem Eisbärenclub einen Besuch abzustatten und das kleine Museum mit arktischen Exponaten zu besuchen. Gerne können sie auch Mitglied im Club werden und unterstützen so die Forschung über den Lebensraum der Eisbären. Selbstverständlich müssen Sie dann einmal im Jahr zur Jahreshauptversammlung nach Hammerfest kommen… – bei der Reiseplanung sind wir Ihnen gerne behilflich.

 

Honningsvåg – Das Nordkap zum Greifen nahe

Für viele Reisende ist das sagenumworbene Nordkap ein lang ersehntes Ziel: Einmal am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes stehen – und das am liebsten bei schönem Wetter.

In Honningsvåg legen im Sommer sowohl die nordgehenden wie auch südgehenden Hurtigrutenschiffe an. Von Honningsvåg bis zum Nordkap sind es gut 30 km, die Fahrt führt durch magische Tundralandschaft. Im Winter fahren Ausflugsbusse im Konvoi, wobei die Zufahrt wegen den starken Schneeverwehungen nie garantiert werden kann. Im Winter wird der Ausflug zum Nordkap nur während der nordgehenden Schiffsreise angeboten. In den Sommermonaten können sie das Nordkap auch auf der südgehenden Route besuchen und in der Nordkaphalle frühstücken.  Hier oben auf dem Schieferplateau zu stehen ist ein Wunsch, den Sie sich erfüllen sollten. Der Ausblick in die Unendlichkeit und die Erinnerungen an diesen Ort sind unbeschreiblich.  Vom Nordpol trennt Sie jetzt nur noch die Inselgruppe Spitzbergen und Franz-Josef-Land. Der erste Tourist besuchte das Nordkapp bereits 1664, damals war der Aufstieg hinauf zur Felskanzel eine grosse Herausforderung.

Das heutige Besucherzentrum kann bequem auf der gut ausgebauten Strasse erreicht werden. Es beherbergt unter anderem ein Kino, wo ein kurzweiliger Film über das Nordkap gezeigt wird.

Die Samen der Region Karasjok bringen ihre ca. 4‘000 Rentiere per Boot zum Übersommern auf die Insel Magerøya. Im Herbst sind die Tiere stark genug, um über den 1‘800 m breiten Sund zurück zum Festland zu schwimmen und anschliessend zu ihren schneebedeckten Ebenen zurückzukehren.

Die Insel Magerøya bietet neben dem Nordkap aber noch weitere Highlights. So werden im Sommer zum Beispiel Bootsfahrten ab Gjesvær zum Vogelfelsen Gjesværtappen angeboten. Es ist der grösste Vogelfelsen Norwegens, hier brüten fast 1 Million Papageientaucher und zahlreiche Basstölpel, Kormorane, Dreizehenmöwen, Trottellummen und nordatlantische Eissturmvögel.

 

Kjøllefjord – umgeben von der Natur

Kjøllefjord war vor dem 16. Jahrhundert ein wichtiger Handelsort, die Samen nutzten Kjøllefjord als Lagerplatz. Hier wurde mit russischen Händlern und mit Handelsleuten aus Südnorwegen, vor allem aus Bergen, Handel betrieben. Wie bei vielen Orten an der norwegischen Küste wurden 1944 fast alle Häuser niedergebrannt. Nach dem Krieg und dem Rückzug der deutschen Wehrmacht blieben nur gerade vier Häuser stehen.

Beim Einlaufen in den Fjord von Kjøllefjord passieren Sie die Felsgruppe Finnkirka, eine wie eine Kirche geformte Felsgruppe. Man vermutet, dass sich hier eine Opferstätte der Wikinger und Samen befand.

 

Mehamn – Die nördlichste Anlaufstelle der Hurtigruten

Diese beschauliche Gemeinde liegt auf der kleinen Halbinsel Vedvik, die zur grösseren Halbinsel Nordkinn gehört. Mehamn und das Umland wurden ursprünglich aufgrund des natürlichen Hafens und der Nähe zu den Fischgründen gegründet. Die Stadt zählt rund 800 Einwohner und ist die nördlichste Anlaufstelle der Hurtigruten.

 

Vardø – Die Pforte zur Nordostpassage

Vardø mit ca. 2'200 Einwohnern ist die älteste und östlichste Stadt Norwegens und war im 17. Jahrhundert das Zentrum für umfassende Hexenverfolgung. Hier fanden die meisten Hexenprozesse Norwegens im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl statt. Museumsliebhaber können das Varangermuseum sowie das Pomormuseum besuchen. Ein kurzer Spaziergang führt Sie zur Vardøhusfestung, der sternförmig aufgebauten Festung mit den acht Kanonen, welche nie zu Kriegszwecken abgeschossen wurden oder zum Hexenmahnmal bei Steilneset. Hier erfahren Sie mehr über das dunkle Kapitel der Hexenverfolgung.

Dass sich Vardø in der arktischen Klimazone befindet, macht sich in Flora und Fauna bemerkbar. Sollten Sie ein wenig länger laufen wollen, so können Sie die Uferpromenade und die Gebäude der historischen Kaianlage Brodtkorbsjåene erkunden. Auf der Ostseite der Insel haben Sie einen wundervollen Ausblick in Richtung Hornøya, der östlichsten Insel Norwegens und zugleich östlichsten Punkt des Landes. Der Leuchtturm von Vardø auf der Insel Hornøya wurde 1896 auf der Inselspitze errichtet. Die unbewohnte Insel bietet Schutz für rund 40‘000 Vogelpaare, die in den steilen Berghängen nisten.

 

Kirkenes – Wendepunkte der Hurtigruten

Kirkenes liegt im äussersten Nordosten von Norwegen, nur wenige Kilometer von der russischen und finnischen Grenze entfernt und gilt mit ihren rund 7000 Einwohnern als die «Hauptstadt» der Barentsregion. Sie liegt 400 km nördlich des Polarkreises und genauso östlich wie St. Petersburg. Der russische Zar, die Russische Revolution, die Finnische Zuwanderung und der Zweite Weltkrieg haben hier ihre Spuren hinterlassen. Im Jahre 1944 wurde die Region Sør-Varanger durch die Rote Armee befreit und der Rückzug der Deutschen begann. Im Grenselandmuseum erfahren Sie mehr darüber. Im dazu gehörenden Kunstmuseum Savio können die Werke des bekannten Samischen Künstlers John Andreas Savio (1902-1938) bestaunt werden. Die Nähe zu Russland ist allgegenwärtig, sind doch die Strassenschilder in Norwegisch und Russisch angeschrieben. Das Russendenkmal oberhalb des Hafens erinnert an die Befreiung der Roten Armee und einmal im Monat findet ein russischer Markt statt. In der Andersgrotta, dem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, fand damals die Bevölkerung Schutz vor den über 300 Luftangriffen. (Besichtigung auf Anfrage/vorherige Buchung möglich.)

Im Rahmen eines Ausfluges der Hurtigruten können Sie die Grenze zu Russland besuchen und erhalten viele interessante Informationen zur Region.  Südöstlich von Kirkenes liegt das Pasviktal, dessen Wald aus der sibirischen Taiga stammt und Lebensraum für grosse Raubtiere bietet. Braunbären, aber auch Vielfrasse, Luchse und gelegentlich Wölfe (Streuner aus Russland) sind hier zu finden. Die Chancen, ein Rentier oder einen Elch zu sehen, sind hier gut. Die Barentssee ist auch die  Heimat der riesigen Königskrabbe, welche als Delikatesse gilt. Hurtigruten bietet in Kirkenes eine rund 3 stündige Königskrabbensafari an, während der Sie Krabben fangen und anschliessend mit Knoblauch-Dip und Weissbrot probieren dürfen.

Der eisfreie Hafen von Kirkenes ist der Ausgangspunkt für die halbe, südgehende Hurtigruten-Küstenfahrt und zugleich auch idealer Ausgangspunkt für eine kürzere oder längere Reise durch die Heimat der Samen.

Zu den berühmtesten Attraktionen im Winter gehört das Schneehotel – ein Wintertraum aus Eis und Schnee, das jedes Jahr komplett neu gebaut wird.

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Mona Burkhard
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