Faszinierende Inselwelt im Nordatlantik

Färöer

Ferien auf Färöer

Spektakuläre Felslandschaften, grünes Hochland und tosende Wasserfälle – die Färöer sind ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer.

Die 18 Inseln der Färöer liegen auf dem 62. Grad nördlicher Breite im Nordatlantik. Sie bilden den Archipel zwischen Norwegen, Schottland und Island, der sich als gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark seine Selbstständigkeit bewahrt hat und auf eine Geschichte zurückblicken kann, die bis in die Zeit der Wikinger reicht.

Die Berglandschaften und Hochplateaus laden zu ausgedehnten Wanderungen ein, die vorbei an Wasserfällen, Schafherden und Grasdachhäusern durch Mooslandschaften und bunte Blumenwiesen führen. Halten Sie Ausschau nach Grindwalen und Kegelrobben, die sich mit etwas Glück vor der Küste zeigen.

Kein Zufall, dass die Färöer Schafsinseln genannt werden. Auf der saftig grünen Inselgruppe leben ca. 75’000 friedliche «Wollknäuel», gegenüber den ca. 50'000 Einwohnern sind sie in der Überzahl. Sie begegnen Ihnen auf Schritt und Tritt und haben stets «Vortritt».

Mit Ausnahme der kleinsten Insel Lítla Dímun sind alle Inseln bewohnt und haben viel zu bieten; eine unvergessliche schöne Natur, eine grossartige Vogelvielfalt, feines Essen, viel Geschichte und eine reichhaltige Kultur.  Die Strassen sind auf der Inselgruppe mit 113 km Länge und 75 km Breite sehr gut ausgebaut, das Meer liegt nie mehr als 5 km entfernt.

Traumhafte Naturerlebnisse finden Sie überall auf den Färöern, jede Region hat ihren ganz eigenen Reiz. Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, landen Sie auf dem Flughafen der Insel Vágar. Von hier aus erreichen Sie alle weiteren Inseln über Brücken, durch Unterwassertunnel oder mit der Fähre. Östlich von Vágar erwartet Sie zum Beispiel die Insel Streymoy, die grösste Insel der Färöer und Heimat der Hauptstadt Tórshavn. Sie zählt mit ihren rund 12'000 Einwohnern zu den 10 kleinsten Hauptstädten der Welt.  

In der pittoresken Altstadt schmiegen sich die wunderschönen, mit Gras bedeckten Holzhäuser, eng aneinander.  Schlendern Sie durch die engen Gassen und lassen Sie sich in den ausgezeichneten Restaurants kulinarisch verwöhnen.

Kirkjubøur, im Südwesten der Insel Streymoy, ist ein Dorf wie aus dem Bilderbuch!  Auch kulturell lockt der Ort mit bedeutenden architektonischen Sehenswürdigkeiten.  Besichtigen Sie die Ruine der mittelalterlichen Magnus-Kathedrale, die Sankt-Olavs-Kirche aus dem 13.Jh., und den Königsbauernhof, ein bis heute bewohntes Holzhaus aus dem 11.Jh. mit Norwegischer Geschichte.

Auf der Nachbarinsel Eysturoy erwartet Sie der 880 m hohen Slættaratindur, der Fischereihafen von Runavík an der Südküste und das bei einer tiefen Schlucht gelegene Dorf Gjógv im Nordosten. Noch zerklüfteter werden die Landschaften ganz im Norden, wo Sie die steilsten Klippen und höchsten Berge des Archipels entdecken können.

Der prächtige Wasserfall bei Gásadalur auf Vágar, der drittgrössten Insel, ist eines der beliebtesten Fotomotive der Färöer. Aber auch das nahe und zugleich abgelegenste Örtchen Bøur ist wunderschön.

Die färöische Vogelvielfalt ist gewaltig. An den steilen Küstenfelsen - welche zu den höchsten der Welt zählen - lassen sich unter anderem die Papageientaucher hervorragend beobachten. Und mit etwas Glück entdeckt man den Nationalvogel - den Austernfischer - der ebenfalls an den Küsten unterwegs ist.

Für Vogelbeobachtungen empfehlen wir einen Ausflug zur Insel Mykines oder zum Vogelfelsen von Vestmanna auf der Insel Streymoy. Bis zu 300 Arten finden hier über das Jahr verteilt einen Unterschlupf. In diesen beiden Vogelparadiesen können Sie Papageientaucher, Basstölpel, Eissturmvögel und zahlreiche andere Artgenossen beobachten. Beides sind absolut empfehlenswerte Ausflüge, welche frühzeitig reserviert werden sollten.

Am nördlichsten Zipfel der Färöer liegt das Kap Enniberg auf der Insel Viðoy. Es zählt mit einer Höhe von 754m zu den höchsten Kliffen der Welt. Hier brüten Tausende von Seevögeln.

Auch Fischerfreunde kommen rund um die Färöer auf ihre Kosten. Der Atlantik bietet mit seinem reichen Vorkommen an Dorschen, Makrelen und Rotbarschen beste Bedingungen zum Hochseefischen.

Das Klima auf den Färöern wird massgeblich vom Golfstrom beherrscht, sodass trotz der nördlichen Lage, die Temperatur nur selten unter den Gefrierpunkt fällt. Das Wetter ist wechselhaft und besonders im Winter von Stürmen geprägt. Die beste Reisezeit liegt deshalb in den Sommermonaten zwischen Juni und August, wenn die meisten Sonnenstunden und zweistellige Temperaturen zu erwarten sind. In diesem Zeitraum findet mit dem Musikfestival Summartónar auch eines der bedeutendsten kulturellen Ereignisse der Färöer statt.

Trotz der relativ kargen Vegetation; die Färöische Küche ist einzigartig! Die Färinger mischen das Traditionelle mit der Moderne. Lassen Sie sich von der frischen und authentischen Küche überraschen, es erwartet Sie eine wahre Gaumenfreude! Und dies in vielen Restaurants, nicht nur im berühmten Restaurant Koks mit Michelin-Stern.

Die Färöer – unermessliche Schönheit, eindrückliche Erscheinung, mysteriöse Ausstrahlung – so rau und so lieblich zugleich. Die Färinger sind sehr stolz auf ihr Land und freuen sich, dieses den Besuchern aus aller Welt zu zeigen. Mögen Sie auf den ersten Blick oft etwas verschlossen wirken, so wird man beim näheren Kennenlernen von ihrer Gastfreundschaft und ihrer Herzlichkeit überrascht sein.

All dies, und noch vieles mehr, erwartet Sie auf dieser fast unberührten, noch wenig entdeckten und zugleich spektakulären Inselgruppe – die Färöer!

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Alexandra Spyrou
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